Automotive

Anhand von fünf Beispielen stellen wir Ihnen komplette Lösungsansätze für die Automobil-Branche vor

Zink-Nickel FleXXKorr

Aufgabenstellung

Das Handling bereits gebogener Rohre und ähnlicher Bauteile ist im Beschichtungsprozess sehr aufwendig. Ziel war daher, ein Verfahren zu finden, bei dem Bauteile wie z. B. Rohrleitungen auch nach der Beschichtung gebogen oder umgeformt werden können.

Lösung mit Mehrwert

Mit FleXXKorr* haben wir, in enger Zusammenarbeit mit unserem Kunden und einem Verfahrenslieferanten, eine biegefähige, verformbare Zink-Nickel-Legierungsschicht entwickelt. Durch den Einsatz eines speziellen Elektrolyten in Verbindung mit eng definierten Badführungsparametern werden bei diesem Zink-Nickel-Verfahren gezielt Kristallstruktur und Korngrößen der Abscheidung gebildet und konstant gehalten. So entsteht eine duktile Zink-Nickel-Legierungsoberfläche, die für umzuformende oder zu bördelnde Bauteile deutliche Vorteile bietet. Der hohe Korrosionsschutz (im Salzsprühtest 720 Stunden ohne Rotrost) ist auch nach der Verformung in vollem Umfang gewährleistet. Zudem erfüllt FleXXKorr sämtliche gängigen Automobilnormen.

Was viele nicht wissen

Die Biegefähigkeit der Zink-Nickel-Schicht ist vielen Automobilherstellern wichtig genug, um sie in ihren Normen aufzunehmen. So wurde bereits Ende 2010 in die überarbeitete Fassung der VW Norm TL244 (Ausgabe 2010-12) erstmalig die biegefähige Zink-Nickel-Oberfläche unter Ofl-r647 als eigenständige Schutzart mit aufgenommen. Auch die DBL 8427.10 von Mercedes Benz und die BMW-Norm GS 90010 ZNNIVSI beziehen sich auf biegefähiges Zn/Ni.

Interessant für

  • Automotive und Zulieferer (z. B. Rohrleitungen, gestanzte oder gebördelte Blechteile)
  • Hydraulikbranche (z.B. Öl- oder Kraftstoffleitungen)
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Vorteile für den Kunden

Biege- oder Umformprozesse können mit der duktilen Oberfläche Zink-Nickel-FleXXKorr auch nach der Beschichtung vorgenommen werden. Rohrleitungen, Öl- oder Kraftstoffleitungen etc. lassen sich so im gestreckten Zustand beschichten, Abstopfen und zusätzlicher Handlingsaufwand entfallen.