Eloxal partiell plus (HT-C60)

Eloxiertes Bauteil mit integrierter leitfähiger Erdungsstelle

Selektive Oxidation von Aluminiumoberflächen ermöglicht Erzeugen einer eloxalfreien, leitfähigen Erdungsstelle im Anodisierungsprozess

Partielles Eloxieren / selektive Anodisation: Verfahren und Vorteile

Es gibt Anwendungsfälle für Eloxalschichten, bei denen ein komplettes Eloxieren des Bauteils nicht erwünscht ist. Dies ist etwa der Fall, wenn das betroffene Bauteil nach dem Eloxieren partiell leitfähig bleiben soll (bspw. der Erdungspunkt bei Schutzgehäusen für elektrische Geräte). Bislang war die Erzeugung einer leitfähigen Stelle nur mit einem weiteren Prozessschritt möglich. Mit unserer Verfahrensweiterentwicklung Eloxal partiell plus (HT-C60) integrieren wir die Erzeugung einer leitfähigen Erdungsstelle direkt in den Beschichtungsprozess. Der Potentialausgleichspunkt wird während des Eloxierens der Gestellware erzeugt und erfordert keine gesonderte Bearbeitung. Entstanden ist die Verfahrensinnovation aufgrund einer speziellen Kundenanforderung aus der Automobilindustrie für Elektronikgehäuse zur Regelung und Steuerung von elektrischen Verbrauchern.

 

Die Idee zum selektiven Beschichtungsverfahren Eloxal partiell plus wurde im Rahmen eines ZIM-Entwicklungsprojekts (ZIM = Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) gefördert und umgesetzt.
Das Verfahren Eloxal partiell plus wurde vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA für den Preis "Oberfläche 2015" nominiert.

Weitere Eloxal-Verfahren

  1. Erzeugung einer Eloxal-freien Erdungsstelle direkt im Eloxalprozess
  2. Kompletter Verfahrensschritt wird eingespart, da die Nachbearbeitung entfällt, dadurch entsteht ein verringertes Ausschussrisiko
  3. So werden auch Transportwege eingespart
  4. Der entfallende Prozessschritt führt zu geringeren Umlaufbeständen, da zusätzliche Bauteile nicht mehr vorgehalten werden müssen.
  5. Es entfällt nicht nur der Schritt der Nachbearbeitung wie Drehen, Bohren, Fräsen oder Lasern, ebenso entfallen die damit einhergehenden weiteren notwendigen Arbeitsschritte wie anschließendes Reinigen oder Entgraten des Werkstücks.
  6. Das Verkratzen der gerade erst applizierten Oberfläche durch die Fixierung des Werkstücks gehört der Vergangenheit an.
  7. Optisch anspruchsvolle Oberflächen werden in einem Arbeitsgang um den Erdungspunkt / die eloxalfreie Stelle mit sehr guter elektrischer Leitfähigkeit ergänzt.
  8. Eloxaloberfläche mit integriertem Potentialausgleichspunkt ist klebfähig und korrosionsschützend
  9. Auf hybride Werkstoffe applizierbar
  10. Verfahrensinnovation ist entstanden aufgrund einer speziellen Kundenanforderung aus der Automobilindustrie für Elektronikgehäuse zur Regelung und Steuerung von elektrischen Verbrauchern
  11. Auch ungesättigte Farben oder Farbmischungen nach individuellen Kundenvorstellungen
  12. Verschleiß- und kratzfeste Aluminiumoxidschicht mit Härte bis 500 HV
  13. Reproduzierbare Farbgebung, Optik und Haptik
  14. Beschädigungs- und verzugsfreie Werkstücke
  15. Toxisch unbedenklich
  16. Hohe elektrische Isolationswirkung
  17. Sehr hohe Temperaturbeständigkeit
  18. Für Gestellware

BMW 90010

Normen, nach denen wir u.a. Eloxal Individual aufbringen

PN 11011 Kennzeichnung W

DIN 17611

Leica-Norm, Basisblatt für Oberflächen

Norm CZN 2202-3

Bosch 67 F 367 02

  • Einsatz innovativer Gestelltechnik, die auf die spezifischen Anforderungen des Werkstücks eingeht
  • Abblendtechnik für die eloxalfreie Stelle wird im Gestellt integriert

 

 

 

  • Elektrische Leistungs- und Vorschaltgeräte mit metallischen Gehäusen, vorzugsweise Aluminiumgehäusen
  • Mehrlagige oder mehrschalige Gehäuse oder Gehäusedeckel
  • Automotive und Zulieferer (Interieur und Exterieur)
  • Konsumgüterindustrie (Haushaltsgegenstände; Design- und Luxusgüter)
  • Optikindustrie (Bauteile für Objektive, Kameragehäuse etc.)
  • Maschinenbauindustrie

Eine Lösung für das partielle Eloxieren von Aluminiumbauteilen, die Prozessschritte spart!

Mit dem Eloxalverfahren Eloxal partiell plus wird die selektive anodische Oxidation bzw. das partielle Eloxieren von Aluminiumoberflächen möglich. Eloxal partiell plus erzeugt eine eloxalfreie, leitfähige Erdungsstelle direkt im Anodisierungsprozess - das spart nachfolgende Prozessschritte wie die Nachbearbeitung und zusätzliche Transportwege.

Whitepaper Eloxal partiell Download
Verfahrensflyer Eloxal partiell plus Download

Michael Kolb

Telefon: +49-2772-5008-535
Fax: +49-2772-5008-77
E-Mail: 

Für Anfragen können Sie auch unser Formular benutzen

Anfrage stellen

Fragen zu Eloxal partiell plus?

Nutzen Sie dieses Formular für einen schnellen Kontakt zu Ihrem Ansprechpartner bei Holzapfel!

Seite Schnellkontakt

Galvapedia - Lexikon der Galvanotechnik

Sie suchen klare Erläuterungen zu Abkürzungen? Oder Definitionen aus der Galvano-Welt? Dann schauen Sie sich in unserer GALVAPEDIA um - dem Lexikon und Glossar der Galvanotechnik!

Direkt zur Galvapedia