03.12.2012

Was Kunst und KTL gemeinsam haben

Kunst und KTL - das passt nicht zusammen? Die Holzapfel Group hat bei einem aktuell abgeschlossenen Projekt das Gegenteil bewiesen: Teile für eine Skulptur wurden mit KTL beschichtet. Ziel der anspruchsvollen Beschichtungsarbeit war insbesondere das Einebnen der Oberfläche. Die Dimensionen des Projekts stellten die KTL-Beschichter in Westerburg dabei vor echte Herausforderungen.

Kunst und KTL scheinen außer dem Anfangsbuchstaben auf den ersten Blick wenig gemeinsam zu haben. Doch das täuscht, wie ein aktuell abgeschlossenes Projekt der Holzapfel Group zeigt: Für den Berliner Künstler Anselm Reyle wurden Aluminiumblöcke für eine großformatige Robotronen-Skulptur mit KTL (kathodische, auch kataphoretische Tauchlackierung) versehen. Von Mitte September bis Mitte Oktober beschichtete die Holzapfel Group täglich zwei würfelartige Aluminium-Teile mit KTL, insgesamt waren es 26 Würfel. Das Unternehmen SLK Spezial-Lackierung Koch brachte anschließend einen Decklack in Chrom-Optik auf.

Die besondere Herausforderung der etwa 660 x 620 mm großen, gegossenen Aluminiumblöcke war dabei nicht einmal ihre Größe. Die größte Aufgabe bestand im Handling beim Beschichtungsprozess, da hier für eine Tauchlackierung sehr hohe Ansprüche gestellt wurden. Es handelte sich quasi um eine Einzelteilfertigung, da es zahlreiche Varianten der Würfel gab. Die Aluminiumblöcke sind zudem Hohlkörper, die bei der Tauchlackierung "geflutet" werden. Einige der Würfel hatten keine Entlüftungsöffnungen. Weil sich darin die Luft einschließt und sie dadurch "schwimmen" wollen, war die Tauchlackierung eine besondere Herausforderung. Daher wurden alle Bauteile einzeln in der KTL-Anlage beschichtet - wegen des hohen Betreuungsaufwands teilweise sogar "von Hand gesteuert" statt im Automatikbetrieb.

Gleichzeitig gab es trotz des hohen Aufwands eine sehr enge Zeitschiene einzuhalten, da das fertige Kunstobjekt bereits seit dem 9. November 2012 in den Deichtorhallen in Hamburg in der Ausstellung "Mystic Silver" zu sehen ist. Hier konnte die Holzapfel Group überzeugen, weil sie sich schnell und flexibel auf die besonderen Anforderungen des Projekts eingestellt hat - insbesondere dank des eigenen Gestellbaus. 

Auch die Qualitätsansprüche an das KTL waren bei diesem Projekt besonders hoch, da eine sehr hochwertige, glatte Oberfläche gefordert war. Der KTL-Lack wurde in Dickschicht auf die vorgeschliffenen Aluminium-Teile aufgetragen, um die Basis für die spätere glatte Oberfläche zu schaffen. Die KTL-Schicht ebnete letzte Poren im Guss ein. Darüber hinaus stellt KTL die stabile Verbindung zum Untergrund her und bietet eine optimale Basis für die abschließende Decklackierung in glänzender Chrom-Optik.

Nicht nur in Sachen KTL waren die künstlerischen Ansprüche an die Skulptur-Bauteile groß. Die Aluminiumblöcke wurden gefräst und anschließend sechs Stunden von Hand geschliffen, um dann bei guter Qualität mit KTL beschichtet zu werden. Danach folgten die weiteren Arbeitsschritte Schleifen und Lackieren bis zur endgültigen Fertigstellung der hochglänzenden Chrom-Optik-Oberfläche.

So ist das fertige Kunstobjekt nun in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen.

Die Bauteile für das Kunstobjekt waren im Beschichtungsprozess wegen ihrer Größe und Komplexität schwierig zu handeln und mussten einzeln in die KTL-Anlage gefahren werden.