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Oberflächenveredelung mit Chemisch Nickel

Präzision für anspruchsvolle Bauteile

Das chemische Vernickeln ist eine außenstromlos abgeschiedene Nickel-Phosphor-Beschichtung für Bauteile mit hohen Anforderungen an Korrosionsschutz, Verschleißfestigkeit und Maßhaltigkeit. Durch die gleichmäßige, konturtreue Abscheidung eignet sich das Verfahren besonders für komplexe Geometrien, Innenbereiche, Bohrungen und präzise Funktionsteile.

Je nach Phosphorgehalt lassen sich Eigenschaften wie Härte, Korrosionsbeständigkeit, Magnetismus oder Gleitverhalten gezielt an die jeweilige Anwendung anpassen. Chemisch Nickel wird überall dort eingesetzt, wo funktionale Oberflächen dauerhaft hohen technischen Belastungen standhalten müssen.

Eigenschaften und Vorteile

Die außenstromlose Abscheidung ermöglicht eine besonders gleichmäßige Nickel-Phosphor-Beschichtung – auch bei komplexen Geometrien, Innenflächen und Bohrungen. Chemisch Nickel eignet sich dadurch für funktionale Oberflächen mit hohen Anforderungen an Korrosionsschutz, Verschleißfestigkeit und Maßhaltigkeit.

  • gleichmäßige, konturtreue Schichtdickenverteilung
  • hohe Maßhaltigkeit auch bei komplexen Bauteilen
  • hoher Korrosionsschutz
  • gute Verschleiß- und Abriebfestigkeit
  • hohe Härte
  • gute chemische Beständigkeit
  • beschichtbare Innenflächen und Hohlräume
  • je nach Phosphorgehalt magnetisch oder nicht magnetisch
  • gute Gleit- und Notlaufeigenschaften
  • lötfähige Oberflächen möglich

Verfahrensvarianten von Chemisch Nickel

Je nach Phosphorgehalt unterscheiden sich Chemisch-Nickel-Beschichtungen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Härte, Verschleißverhalten und magnetischen Eigenschaften. Dadurch lässt sich das Verfahren gezielt an technische Anforderungen und Einsatzbereiche anpassen.

Low-Phos-Verfahren
Mid-Phos-Verfahren
High-Phos-Verfahren

Hohe Härte und sehr gute Verschleißfestigkeit

Bei einem Phosphorgehalt von 1-6% bietet das Low-Phos-Verfahren eine Härte von ca. 550-600 HV, die mittels Wärmebehandlung auf bis ca. 700HV gesteigert werden kann. Die Korrosionsbeständigkeit liegt im mittleren Bereich, die Verschleißfestigkeit ist sehr hoch. Die abgeschiedene Schicht ist ferromagnetisch und weist eine kristalline Gefügestruktur auf.

Ausgewogenes Verhältnis von Korrosionsschutz und Verschleißfestigkeit

Das Mid-Phos-Verfahren bietet bei einem Phosphorgehalt von 6-9% eine Härte von ca. 500 HV, die mittels Wärmebehandlung auf bis ca. 750HV gesteigert werden kann. Die abgeschiedene Schicht ist ferromagnetisch, nimmt jedoch mit steigendem Phosphorgehalt ab. Ab ca. 9-10% Phosphorgehalt ist die abgeschiedene Schicht nicht mehr ferromagnetisch. Die Gefügestruktur verändert sich mit steigendem Phosphorgehalt von überwiegend kristallin zu röntgenamorph.

Sehr hoher Korrosionsschutz für anspruchsvolle Umgebungen

Mit einem Phosphorgehalt von ca. 9–13 % bietet das High-Phos-Verfahren eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit und eignet sich besonders für chemisch oder korrosiv belastete Einsatzbereiche.

Die Härte beträgt ca. 400 HV und kann durch Wärmebehandlung auf bis zu ca. 1000 HV gesteigert werden. Die Schicht ist nicht ferromagnetisch und besitzt eine vollständig röntgenamorphe Gefügestruktur.

Typische Anwendungsbereiche

Maschinenbau und Präzisionstechnik

Für Bauteile mit hohen Anforderungen an Verschleißfestigkeit, Maßhaltigkeit und gleichmäßige Schichtdicken:

  • Präzisionswellen
  • Führungen und Gleitelemente
  • Lager- und Pumpenkomponenten
  • Werkzeug- und Formbauteile
  • mechanisch hochbeanspruchte Funktionsteile

Automobilindustrie und Mobilitätsanwendungen

Für funktionale Oberflächen mit Anforderungen an Korrosionsschutz, Reibungsverhalten und Dauerbelastung:

  • Einspritz- und Ventilkomponenten
  • Antriebs- und Getriebebauteile
  • Komponenten für E-Mobilität
  • Präzisionsbauteile mit komplexer Geometrie

Elektronik und Elektrotechnik

Für technische Oberflächen mit Anforderungen an Schutz, Leitfähigkeit und Maßhaltigkeit:

  • Steckverbinder
  • Kontakt- und Funktionsteile
  • Gehäusekomponenten
  • elektronische Präzisionsbauteile

Luftfahrt, Medizintechnik und anspruchsvolle Industrieanwendungen

Für hochbeanspruchte Bauteile mit komplexen Geometrien und hohen Anforderungen an Korrosionsschutz und Zuverlässigkeit:

  • Präzisionskomponenten
  • funktionale Innenflächen und Bohrungen
  • verschleißbeanspruchte Funktionsteile
  • technisch anspruchsvolle Spezialbauteile

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Downloads

Häufige Fragen zu chemisch Nickel
Chemisch Nickel Checkliste Angebotserstellung
(C)lean chemisch Nickel

Häufige Fragen - FAQ

Durch die außenstromlose Abscheidung entsteht eine besonders gleichmäßige Schichtdickenverteilung – auch bei Innenflächen, Bohrungen und komplexen Bauteilgeometrien.

Der Phosphorgehalt beeinflusst unter anderem Härte, Korrosionsbeständigkeit, Verschleißverhalten und magnetische Eigenschaften der Beschichtung. Dadurch kann das Verfahren gezielt an technische Anforderungen angepasst werden.

Ja. Durch Wärmebehandlung lässt sich die Härte der Beschichtung deutlich steigern, wodurch sich insbesondere die Verschleißfestigkeit weiter verbessern kann.

Je nach Anforderung und Vorbehandlung können unter anderem Stahl, Edelstahl, Aluminium sowie verschiedene Kupfer- und Messinglegierungen beschichtet werden.

Weiterführende technische Informationen und häufige Fragen finden Sie im

FAQ-Dokument zum Download

Ihr Ansprechpartner

Janine Frühwirth

Vertrieb & Projekte Holzapfel & DEKOTEC

Wir beraten Sie gerne!

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oberflaechenspezialist(at)holzapfel-group.com