Galvanotechnik

Mit Galvanotechnik wird die elektrochemische Abscheidung von metallischen Niederschlägen (Überzügen) auf Gegenständen bezeichnet. Die beschichteten Werkstücke müssen nicht zwangsläufig aus Metall sein, sondern lediglich leitend. Umgangssprachlich wird die Galvanotechnik häufig auch Galvanik genannt. Beim Galvanisieren wird das zu beschichtende Bauteil in eine wässerige Metallsalzlösung, den Elektrolyten oder auch das Beschichtungsbad, eingetaucht und an den negativen Pol einer Gleichstromquelle (Kathode) angeschlossen. Das abzuscheidende Metall, z. B. alkalisch Zink, befindet sich in sogenannten Lösebehältern (mit Zinkmetall gefüllte Körbe) in einem kontinuierlichen Kreislauf mit dem Elektrolyten. Im Bad befinden sich auch die positiv kontaktierten Anoden aus geeigneten, im Elektrolyten nicht löslichen Metallen.

Die galvanischen Prozesse finden dann im elektrischen Feld zwischen Anode und Kathode statt: Das abzuscheidende Metall wird in wässrig gelöster Form als Ion zur Kathode transportiert und dort durch Entladung in metallischer Form schichtbildend abgeschieden. Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten des anliegenden elektrischen Feldes führen überall dort zu einer verstärkten Metallabscheidung, wo die Feldlinien besonders dicht verlaufen. Im Gegenzug dazu sind die erreichten Schichtstärken dort niedrig, wo eine geringe Feldliniendichte vorliegt. So werden auf den veredelten Gegenständen gleichmäßige Schichten aus Zink, Kupfer etc. erzeugt. Je länger die Werkstücke im Bad verbleiben und je höher der elektrische Strom ist, desto stärker wird die erzeugte Metallschicht.

Die Geschichte der Galvanik begann 1780 mit der Entdeckung des Galvanismus durch den italienischen Arzt Luigi Galvani.

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